Moderne und zeitgenössische Kunst und Kultur: München als Kunstliebhaber entdecken

München trägt seinen Ruf als Kunststadt seit König Ludwig I., und dieser Ruf hat bis heute Bestand. Rund um den Königsplatz liegen auf wenigen hundert Metern 18 Museen dicht beieinander. Dieses Kunstareal in der Maxvorstadt zählt zu den dichtesten Kulturquartieren Europas und reicht vom Alten Ägypten bis zur Gegenwart. Nach zeitgenössischer Kunst und Kultur müssen Sie in München also nicht lange suchen, eher fällt die Wahl schwer. Deshalb hier zwei Museen, mit denen Sie anfangen sollten, und am Ende noch zwei Tipps außerhalb der großen Kunsthäuser Münchens.
Zwei Museen für große moderne und zeitgenössische Kunst in München
Das Museum Brandhorst im Kunstareal ist die erste Adresse für zeitgenössische Kunst. Schon die bunt schimmernde Fassade macht das Gebäude von außen unverwechselbar. Den Kern der Sammlung bildet ein eigens gestalteter Saal für den Lepanto-Zyklus von Cy Twombly, was das Museum international absolut einmalig macht. Dazu kommen unter anderem Pop-Art von Andy Warhol und Arbeiten von Joseph Beuys oder Cady Noland: Hier tummeln sich die Werke der Whos-Who der modernen und zeitgenössischen Kunst des 21. Jahrhunderts. Das Haus ist überschaubar genug, um es an einem Vormittag zu schaffen. Wer die Sammlung in Ruhe sehen möchte, kommt am besten sonntags, dann kostet der Eintritt nur einen Euro. Kinder und Jugendliche haben darüber hinaus stets freien Eintritt.
Etwas außerhalb des Kunstareals, am Südrand des Englischen Gartens, liegt das Haus der Kunst. Das wuchtige Gebäude an der Prinzregentenstraße stammt aus den 1930er-Jahren und beherbergt heute eines der international renommiertesten Programme für zeitgenössische Kunst. Das Besondere: Eine feste Sammlung gibt es nicht; stattdessen wechseln großformatige Ausstellungen mit ausdrücklich globalem Blick über Gesellschafts- und Ländergrenzen hinweg. Und mit der Goldenen Bar können Sie nicht nur einen gemütlichen Nachmittag im Museumscafé verbringen, sondern auch einen stilvollen Abend weit über die Schließung des Museums hinaus. Ein Hinweis: Planen Sie den Dienstag nicht ein, da bleibt das Haus geschlossen.
Extra-Tipps: zeitgenössische Kunst und Kultur in München aus einem anderen Blickwinkel
Die Museen zeigen die großen, etablierten Namen. Wer bei einem Besuch einer Kunstgalerie München abseits der etablierten Museen kennenlernen möchte, ist bei „Soul of Africa“ richtig: In der angesagten Isarvorstadt, entlang der Lindwurmstraße, hängen Gemälde, Skulpturen und Fotografien von Künstlerinnen und Künstlern des afrikanischen Kontinents, ausgewählt direkt vor Ort in Afrika. Der Ton ist persönlicher als im Museum, sogar Wine Tastings werden hier angeboten. Außerdem: Ein Teil der Einnahmen fließt in afrikanische Natur- und Tierschutzprojekte.
Wer nach dem Galeriebesuch noch etwas durch die Isarvorstadt streift, entdeckt rund um die Lindwurmstraße und das Schlachthofviertel immer wieder Kunst im öffentlichen Raum. Zwischen Bars, Cafés und kleinen Läden tauchen großformatige Murals, Graffiti und andere Street-Art-Arbeiten auf, vor allem rund um das Schlachthofareal. So wird schon der Bummel durch dieses Viertel zu einem kleinen Spaziergang durch Münchens junge, urbane Kunst- und Kulturszene.
Vom Kunstareal zum Haus der Kunst und weiter zu Galerien und beeindruckender Streetart sind es jeweils nur ein paar Minuten mit Tram oder U-Bahn. Wer mehr über die Stadt, ihre Geschichte und weitere Insider-Tipps erfahren möchte, besucht am besten eine Stadtführung durch München. Für spätere Besuche und noch mehr Kunst und Kultur warten dann noch unter anderem das Bayerische Nationalmuseum oder die Pinakothek der Moderne.
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