Sehenswürdigkeiten Karlsruhe

Schloss Karlsruhe

Traumhaft! Der Legende nach erschien Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach die Vision eines neuen, hellen Schlosses im Schlafe. Fakt ist, das Schloss Karlsruhe wurde ab 1715 im Stil des Barock erbaut und bildet den architektonischen Mittelpunkt der baden-württembergischen Fächerstadt. Diese Bezeichnung erhielt die Stadt Karlsruhe übrigens aufgrund der 32 vom Schloss ausgehenden Achsen, die Karlsruhe seinen fächerförmigen Grundriss schenken. Heute beherbergt das Schloss u.a. das Badische Landesmuseum, ist beliebte Location für Tagungen, Hochzeiten und andere Feiern sowie Ausrichtungsort der beliebten Gartensaalkonzerte der Hochschule für Musik Karlsruhe.
Welche Besonderheiten das Karlsruher Schloss noch für Sie bereithält, erfahren Sie in unseren Karlsruhe Tipps!

Zoologischer Stadtgarten

Stadtpark und Zoo in einem – diese Kombination ist charakteristisch für Karlsruhes malerischen Zoologischen Stadtgarten, seines Zeichens Kulturdenkmal und stolze 22 Hektar umfassend. Im Zoo, eingebettet in den Stadtgarten, bewundern Sie die Tier- und Artenvielfalt aus aller Welt und tauchen ein in faszinierende Lebensräume von nah und fern. Er wurde bereits 1865 eröffnet und ist somit einer der geschichtsträchtigsten Zoos Deutschlands. Zum Entspannen und Flanieren steht Ihnen der übrige Stadtgarten zur freien Verfügung. Die großzügige Parkanlage wartet mit seltenen Baumarten und pittoresken Themengärten auf. Dazu zählen u.a. der Japangarten und der Rosengarten, der mit rund 15.000 Pflanzen ein echtes Highlight ist. Zahlreiche Picknickplätze, Liegewiesen und Cafés laden zum Verweilen und Erholen ein.

Botanischer Garten

Kleine Gewächshäuser, exotische Pflanzen, seltene Baumarten und eine gemütliche Café-Terrasse – der Botanische Garten am Rande des Schlossgartens lädt zum Spazieren und Verweilen ein. Bereits im 18. Jahrhundert unter Markgraf Karl Friedrich angelegt, hat er nichts von seinem historischen Charme verloren und beherbergt Pflanzen, die Pflanzenliebhaber zum Teil aufgrund ihrer Seltenheit, ihrer Farbenpracht, aber auch durch ihr Alter begeistern. Wissenswert: Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der führende Architekt des Großherzogtums Baden, Heinrich Hübsch, mit dem Neubau sämtlicher Pflanzenhäuser betraut, die großteils heute noch erhalten sind.

Marktplatz

Wer auf dem Marktplatz steht, befindet sich direkt im Zentrum des Geschehens der Karlsruher Innenstadt. Denn folgen Sie der vom Schloss ausgehenden zentralen Achse nach Süden, stoßen Sie an der Kreuzung mit der Kaiserstraße, Karlsruhes Haupteinkaufsstraße, direkt auf den Marktplatz. Lassen Sie Ihren Blick umherschweifen und genießen Sie die Atmosphäre des Platzes, der den Höhepunkt eines sorgfältig geplanten städtebaulichen Ensembles bildet, Via Triumphalis genannt. Beim Umherblicken springt Ihnen vermutlich sofort die beeindruckende Pyramide ins Auge. An ihrer Stelle befand sich vormals die Konkordienkirche, in deren versiegelter Krypta die Gebeine des Karlsruher Stadtvaters Markgraf Karl Wilhelm zur Ruhe gebettet wurden. Zwar wurde die Kirche im 19. Jahrhundert abgerissen, die Krypta jedoch erhalten und darauf ein von Friedrich Weinbrenner entworfenes Grabmal gesetzt.

Alter Schlachthof

Was tun mit einem mehr als sieben Hektar großen, mitten in der Stadt gelegenen Areal, auf dem seit dem späten 19. Jahrhundert der Schlachthof angesiedelt war, der im Jahre 2006 stillgelegt wurde? Die Karlsruher haben im Alten Schlachthof ein einzigartiges Zentrum für Kultur- und Kreativschaffende sowie künstlerisches Gewerbe entstehen lassen. Das Gelände, das in seinem ursprünglichen Grundriss erhalten geblieben ist, lädt zum Spaziergang ein, auf dem Sie die originellen Konzepte, die hier entwickelt werden, entdecken können. Außerdem eignen sich kleine Cafés und Restaurants für die kurze oder lange Verschnaufpause zwischendurch.

Zentrum für Kunst und Medien

Hier wird das Herz aller Kulturinteressierten höherschlagen! Das Zentrum für Kunst und Medien, kurz: ZKM, ist eines der angesehensten Museen der Welt. 1989 gegründet befindet sich das ZKM bereits seit 1991 in dem denkmalgeschützten Industriebau einer ehemaligen Munitionsfabrik. Hier finden sich sämtliche Medien und Kunstformen: von Fotografie und Malerei über Skulpturen bis hin zu Medienkunst, Film, Tanz, Musik und Theater ist für jeden etwas dabei. Lassen Sie sich bei Ihrem Besuch in Karlsruhe die Sonderausstellungen und Veranstaltungen nicht entgehen! Darüber hinaus wird am ZKM zu den Auswirkungen der Globalisierung, Digitalisierung und Medialisierung geforscht. Damit wirkt das Zentrum am Übergang zwischen Kunst und Wissenschaft und verleiht Ihrem Aufenthalt in Karlsruhe das gewisse Etwas.

Durlach

Durlach – der Stadtteil Karlsruhes, der älter ist als Karlsruhe selbst. Wie es dazu kam? Durlach war bis ins 18. Jahrhundert hinein Residenz der Markgrafen, bis Karl Wilhelm von Baden-Durlach sein neues Schloss errichten ließ und den Hof ins neu dadurch entstandene Karlsruhe verlegte. Heute ist Durlach der größte Karlsruher Stadtteil und lädt mit seinen malerischen Gässchen und verkehrsberuhigter historischer Altstadt zu gemütlichen Spaziergängen ein. Versäumen Sie bei Ihrem Besuch nicht, dem Renaissance-Schloss Karlsburg einen Besuch abzustatten: Hier finden Sie eine der ältesten Gartenanlagen der Stadt! Außerdem unbedingt sehenswert: die teilweise noch erhaltene Stadtmauer mit dem Basler Torturm sowie die historische Stadtkirche.

Vierordtbad

„Wasser, Wärme, Wohlbefinden“ – unter diesem Motto können Sie in Karlsruhes ältester Badeanstalt nach Herzenslaune die Seele baumeln lassen und Ihren Füßen nach vielen Kilometern des Sightseeings eine wohlverdiente Pause gönnen. Das Vierordtbad wurde im späten 19. Jahrhundert als Wannenbad im Stile der Neorenaissance gebaut. Da es in großen Wohnhäusern in der Regel keine Bäder gab, waren die Bewohner für die körperliche Hygiene auf öffentliche Badehäuser angewiesen. Im Jahr 1900 erhielt das Bad sein erstes Schwimmbecken und hat sich seitdem zu einer wahren Wohlfühloase mit Therme und mehreren Saunen entwickelt. Und wem das noch nicht ausreicht, dem seien die wechselnden Kunstausstellungen in den Räumen der Therme wärmstens ans Herz gelegt!

Brunnen am Stephanplatz

Den wohl berühmt-berüchtigtsten Brunnen Karlsruhes finden Sie am Stephanplatz. Die Entstehung des Brunnens hat seinerzeit einen handfesten Skandal heraufbeschworen: Ganz in der Tradition des Jugendstils hatte Stararchitekt Hermann Billing eine Quellnixe entworfen und damit die Ratsmitglieder erzürnt, die die Darstellung einer nackten Frau als äußerst unangebracht betrachteten. Letztendlich stimmte der Rat dem Entwurf zwar zu, was Billing jedoch nicht daran hinderte, kurzerhand noch eine Rotunde mit Männergesichtern hinzuzufügen. Wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie die damaligen Gemeinderatsmitglieder, die da die Nixe anstarren!

Hof Apotheke

Etwa fünf Gehminuten vom Stephanplatz entfernt entdecken Sie die eindrucksvolle Hof-Apotheke, die als das bekannteste Werk Billings gilt. Dieser entwarf das Gebäude mit seiner Fassade aus rotem Sandstein zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Jugendstil. Besonders erwähnenswert sind hier die Billing eigene Mischung aus filigranen Details und wuchtiger Monumentalität.

Staatstheater

Das beliebte Badische Staatstheater Karlsruhe ist immer einen Besuch wert! Neben Oper, Schauspiel, Ballett und Konzert kommen Sie hier in den Genuss von ausgesuchten Stücken aus dem Bereich Junges Staatstheater und Volkstheater. Traurige Bekanntheit erlangte es 1847, als während einer Vorstellung ein Feuer ausbrach. Da sich die Türen nur nach innen öffnen ließen, kam es zu einer Massenpanik, in deren Folge 63 Besucher ihr Leben verloren. Damit sich solch eine Tragödie nicht wiederholen würde, wurden weltweit die Bauvorschriften für öffentliche Gebäude geändert.

Kunsthalle

Ob deutsche, französische oder niederländische Meister – in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe genießen Sie zahlreiche Werke aus insgesamt acht Jahrhunderten. Die Dauerausstellung in der Haupthalle allein umfasst rund 800 Gemälde und Skulpturen. Ein Meisterwerk an sich ist übrigens auch das Gebäude selbst, das im 19. Jahrhundert von Heinrich Hübsch als Großherzogliche Gemäldegalerie erbaut wurde: Es ist einer der ältesten Museumsbauten Deutschlands.